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ACHTUNG - ANMERKUNG zum PDF: Der vermutete Standort zum Armenhaus Ollern direkt neben der FF-Ollern ist falsch, derzeit ist der erste Nachtrag in Arbeit (Stand 28.3.2026). Im folgenden Text steht der Hinweis bereits.
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Der Text ohne Bilder:
Im Zuge der Veröffentlichung „Die Besitzer der Bauparzellen in Niederösterreich im Franziszeischen Kataster, 1817 – 1824, Felix Gundacker, 1. Auflage 2008 (vergriffen)“ fiel in der Abschrift Ollern die Bezeichnung Armenhaus auf.
Die Recherche der Veröffentlichungen nach dem Quellennachweis Pilsinger ergab folgende Einträge auf der Gemeindehomepage:
Geschichte Epoche 18. Jahrhundert – Röhrenbach
1773 prov. Nummer 134
Läßt Josef Fahringer, als Obmann des Armeninstitutes in Röhrenbach, das Kassajournal samt Rechnungen von der damals zuständigen k.k. Bezirkshauptmannschaft Hernals überprüfen.
(Quelle 1, Seite 108)
Originalquelle: J. Pilsinger, Pfarrarch. OIV - Orig.
Geschichte Epoche 18. und 19. Jahrhundert - Sieghartskirchen
1796 prov. Nummer 191
Gibt das Bischöfl. Consistorium in St. Pölten die Belobigung der Landesstelle für die gute Führung des Armeninstitutes in Sieghartskirchen weiter.
(Quelle 1, Seite 119)
Originalquelle: Pfarrarch. OII - Original.
1828 prov. Nummer 187
Wird in Sieghartskirchen ein Armeninstitut gegründet.
(Quelle 1, Seite 140)
Originalquelle: Dr. E. Rabl, Festschr. - 41.
1850 prov. Nummer 343
Vermacht Pfarrer Mihm testamentarisch die Hälfte seines Vermögens von rund 1340 Gulden Conventionsmünze dem Sieghartskirchner Armeninstitut. Das Armeninstitut geht auf eine Stiftung des k.k. Postmeisters Anton Terpinitz zu Ende des 18. Jhdts. zurück. Es befand sich bis zum Brand von 1833 im Haus Nr. 68 in der Linzer Straße, später dann am Marktausgang gegen Elsbach (Haus Nr. 43).
(Quelle 1, Seite 173)
Originalquelle: M. Weltin, Führer durch das Baumburgzimmer 1978 - 12.
1857, Dom. Pentec. prov. Nummer 372
Heute Nachmittag um 2 Uhr ist die musikalische Liternay, darauf das TeDeum, unter welchem der Opfergang für das hiesige Armeninstitut gehalten, wozu die Pfarrgemeinde eingeladen wird.
(Quelle 1, Seite 178)
Originalquelle: I. Kaßler, Verkündb.d.Pf. S. 1854 - 66, Seite 106.
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Armeninstitut = Durch Joseph II eingeführte Hilfeeinrichtung.
Quelle: Genealogisches Wörterbuch, Felix Gundacker, 2. Auflage, 2018.
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Aus der oben erwähnten Quelle „Dr. Erich Rabl, Sieghartskirchen Festschrift, 1978. Seite 41“:
(Armenhaus Sieghartskirchen)
Eine wichtige soziale Aufgabe war die Armenfürsorge. Der k.k. Postmeister Anton Terpinitz bestimmte in seinem 1783 verfaßten und 1793 kundgemachten Testament 100 Gulden für ein Armeninstitut in Sieghartskirchen. Dieses Kapital sollte in einem öffentlichen Fonds angelegt und die Zinsen unter die Armen verteilt werden. Das von Terpinitz für die Armen gestiftete Kapital wurde bis zur Gründung eines Armeninstitutes im Jahre 1828 von der Pfarre verwaltet. Da durch den großen Brand des Jahres 1833 das in der Linzerstraße befindliche Armenhaus (Haus Nr. 68) vernichtet wurde, baute man am Ausgang des Marktes gegen Elsbach ein neues geräumiges Armenhaus (Haus Nr. 43). Es enthielt zwei Wohnräume, die um 1910 von sechs Personen benützt wurden, ferner einen abgesonderten Hausteil für Spitalszwecke mit zwei Räumen für Unglücks- und Krankenfälle. In diesem Armenhaus war auch der Gemeindearrest untergebracht. Um 1910 gab es in der Gemeinde Sieghartskirchen zirka 50 unterstützungsbedürftige Arme, die monatlich mit einer Summe von 500 bis 600 Kronen beteiligt wurden.
In dieser Festschrift angegebene Quelle (Nummer 141):
APfS Mihm: Topographie III, 90f
Loidold: Topographie 185 – 188, 355f.
Ausgehend von diesen zwei Quellen bei Rabl:
1) Topographie von Sieghartskirchen, Gustav Loidold, 1913
Seiten 185-188:
„Habt Erbarmen, habt Erbarmen,
Seht mein Elend, meine Not;
Gebt mitleidig doch mir Armen
einen Pfennig oder Brot!“
Arme und der Unterstützung bedürftige Einwohner hat es zu allen Zeiten gegeben. Von der Armenpflege in den früheren Zeiten ist jedoch wenig bekannt geworden. Von einem eigentlichen Armeninstitut wie heute war überhaupt keine Rede. Erst der neuesten Zeit, dem sogenannten „humanen“ Zeitalter, war es vorbehalten, für eine ausreichende und würdige Pflege der Armen zu sorgen.
Der verstorbene k.k. Postmeister Anton Terbenitz hat in seinem unterm 7. Aug. 1783 errichteten und unterm 22. August 1793 kundgemachten Testament und dem vom 4. August 1786 hiezugemachten Nachtrag 100 Fl. zu dem Armeninstitute zu Sieghartskirchen dergestalt verschaffet, daß besagtes Kapital in einem öffentlichen Fonde angelegt und das hievon abfallende Interesse unter die Armen verteilt werden sollte. Die Universalerbin Johanne Leeb, geborene Terbenitz, gab nun eine Nied. Öst. Ständ. auf den Namen Anton Terbenitz geschriebene 4%ige Obligation per 100 Fl. her, welche die Herrschaft Rappoltenkirchen als Abhandlungsdistanz in Verwahrung nahm. Da aber bei der Pfarre noch kein Armeninstitut bestand, so nahm man das Kapital in die Kirchenrechnung auf, ohne der Kirche die Interessen zukommen zu lassen. Das Interesse wurde vielmehr jährlich unter die Armen verteilt. So stand und blieb die Sache bis 1828, wo man schließlich das Kapital mit Bewilligung der hohen Landesstelle nach gehöriger Umschreibung der Obligation auf den Namen des Armeninstitutes in die Kassa des in diesem Jahr neu auflebenden Institutes legte.
Schon früher befaßte sich eine allgemeine Bruderschaft der tätigen Liebe des Nächsten mit der Armenpflege. Sie hatte jedoch nur ein einziges glückliches Jahr zu verzeichnen, nämlich 1783 bis 1784. In diesem Jahre kamen laut aufgefundenen Rechnungen zu Sieghartskirchen, Wagendorf, Henzing, Gerersdorf und Elsbach durch Sammlungen 265 Fl. 11 kr. Conv. M. ein. Darauf erkaltete die Liebe des Nächsten immer mehr. Das Wenige, was bei dem gewöhnlichen Opfer-, Straf- und Vermächtnisgeldern in der Folge einging, wurde, ohne Rechnung zu legen, unter die Ortsarmen verteilt.
Unter Kaiser Josef II. wurden 1785 die Bruderschaften abgeschafft. Der Kaiser befahlt, daß anstatt aller Bruderschaften, das Institut der tätigen Liebe des Nächsten unter dem Schutze Jesu Christi, unseres Erlösers und Seligmachers eingeführt wurde, aus welchem mit der Zeit das sogenannte Pfarr- Armeninstitut sich entwickelte. In der Pfarre Sieghartskirchen und in vielen anderen Orten blieb es jedoch beim alten. Sosehr sich auch der damalige Pfarrer Honas um das Armeninstitut bekümmerte, so wenig konnte er damit fortkommen; keine Gemeinde gab dazu auch nur einen Heller. Glücklicher war in dieser Hinsicht Herr Pfarrer Mihm mit seinen Geldsammlungen durch die Opfergänge. Sie brachten das kleine Kapital von 309 Fl. 15 kr. ein, von dessen Zinsen täglich vier arme Personen beteilt werden konnten. Auch war schon für eine eigene Armeninstitutskasse gesorgt, welch eine gesetzliche dreifache Sperre hatte.
Von den damaligen Armenvätern, welche tatkräftig den Pfarrer in der Armenpflege unterstützten, sind bekannt geworden: Franz Ecker tätig 1784-1788 und Johann Winhofer, Handelsmann allhier, tätig als Armenvater 1828.
Er war ein Mann von ausgezeichneter Gewissenhaftigkeit und erprobter Rechtschaffenheit.
Vor dem Inkrafttreten des eigentlichen Armengesetzes bestand die Armenpflege darin, daß die Armen an gewissen Tagen der Woche von Haus zu Haus milde Gaben sammeln durften und dafür in den einzelnen Häusern unentgeltlich Arbeiten verrichteten. Diese Art der Armenpflege hat jedoch wiederholt Anlaß zu einer ungenügenden, ja oft geradezu unwürdigen Versorgung der Armen gegeben. Sie wurde daher als unzweckmäßig, ja sogar als schädlich aufgelassen.
Die Armenpflege ist in der gegenwärtigen Zeit durch ein eigenes Armengesetz vom 13. Oktober 1893 geregelt und angeordnet und durch das Gesetz vom 19. Mai 1908 abgeändert und verbessert worden. Die jetzige öffentliche Armenpflege ist daher eine durch das Gesetz geordnete Einrichtung zur Versorgung und Unterstützung von Armen aus öffentlichen Mitteln. Zum Zwecke einer entsprechenden Armenpflege werden die Gemeinen in Armenbezirke eingeteilt und haben in der Regel die Bezirksgerichtssprengel als Armenbezirke zu gelten; also für Sieghartskirchen der Armenbezirk „Tulln“. Die Armenpflege ist entweder eine geschlossene durch gemeinsame Versorgung von Armen in dazu bestimmten Anstalten, oder eine offene durch Zahlung des Mietzinses, durch unentgeltliche Unterkunft im Armenhause, durch Verabfolgung von Kleidern, Brennmaterial, durch Beschaffung von Arbeit u. dgl. Die Kosten der öffentlichen Armenpflege werden aus dem Bezirks- und Landesarmenfonde bestritten. In jeder Ortsgemeinde bestehen ein – oder mehrere Armenpfleger. Diese bekleiden eines der schönsten, aber auch eines der schwierigsten bürgerlichen Ehrenämter. Um die mit dieser Amtsführung verbundene Aufgabe richtig zu lösen, müssen die Armenpfleger ein warmes Herz für die Armen, andererseits einen klaren Blick für die Bedürfnisse derselben besitzen. Die in einer Ortsgemeinde befindlichen Armenpfleger vereinigen sich, wenn mindestens drei bestellt sind, zu einer Armenkommission. Kraft ihres Amtes sind auch der jeweilige Gemeindevorstand d.i. der Bürgermeister und der Ortsseelsorger d.i. der Pfarrer Mitglied der Kommission. Die gegenwärtige Armenkommission für Sieghartskirchen 1906 – 1912 ist aus folgenden Armenpflegern zusammengesetzt:
Heinrich Gutscher: Obmann und Kassier
Karl Hartl, Schriftführer
weiters Franz Kerschner, Karl Panzhauser, Michael Eichinger, Josef Nast, Anton Schowanitz und Johann Pauser;
für die Katastralgemeinden sind als Armenpfleger bestimmt:
für Henzing Georg Kienberger;
für Wagendorf Franz Bauer:
für Elsbach Josef Rebl;
für Gerersdorf Anton Burger.
Die Anzahl der unterstützungsbedürftigen Armen beträgt alljährlich 50 Personen und darüber, welche monatlich mit einer Summe von 500 bis 600 K. beteilt werden.
Die Gemeinde Sieghartskirchen verfügt über ein ziemlich geräumiges Armenhaus mit der Nummer 43. Es ist auf einer Anhöhe am Ausgang des Marktes gegen Elsbach zu erbaut und enthält zwei Wohnräume, gegenwärtig von sechs Personen benützt; ferner einen abgesonderten Raum zu Spitalszwecken mit zwei Belegräumen für eventuelle Unglücks- oder Krankenfälle und endlich den Gemeindearrest. Auch die übrigen Katastralgemeinden haben ihr Armenhaus.
Anmerkung 1 Marktgemeinde, Andreas Bohnec, 19.3.2026:
Die tatsächliche Errichtung des Armeninstitues Sieghartskirchen im Jahr 1828 erklärt, wieso es im franziszeischen Kataster nicht erwähnt wird. Das Parzellen-Protokoll ist mit 16. April 1822 unterfertigt.
Anmerkung 2 Marktgemeinde, Andreas Bohnec, 19.3.2026:
Zum Armenbezirk Tulln gibt es in der Google-Buchsuche Treffer nach 1893.
Seite 355 f (Nachtrag zu Seite 188, Armenhaus):
Da bei dem großen Brande 1833 das ehemalige hiesige Armenhaus, welches neben dem Kellerstöckl des Chirurgen Fetz Nr. 68 (heute Kaubeckhaus) stand gänzlich zugrunde ging, wurde ein neues erbaut und zwar an einem anderen Platze am östlichen Ende des Marktes. Der damalige Maurermeister Josef Rußleuthner entwarf den Plan, der aber von der hohen Stelle aus dem Grund verworfen wurde, weil das Gebäude zu klein ausfallen würde. Die hohe Landesregierung ließ nun einen anderen Plan mit einem Stockwerke vorlegen, gegen den aber die Marktgemeinde protestierte, weil die Ausführung zu kostspielig sei. Dem Kreis- Ingenieur von Waldheim wurde nun der Auftrag gegeben, einen zweckmäßigen Plan zu entwerfen, der endlich mit Beifall aufgenommen wurde.
Josef Rußleuthner übernahm für die Summe von 684 Fl. den Bau. Mauer- und Dachziegel, Türstöcke u. das nötige Holz stellte die Gemeinde bei.
Aus der Häuserchronik:
Gebäude Nr. 43 (Wiener Straße 39) Diese Nummer trägt gegenwärtig das Armenhaus.
Gebäude Nr. 68 (Linzer Straße 13) Zur Zeit des großen Brandes 1833 stand hier das sogenannte Inleutstöckl des Chirurgen Fetz nebst dem Armenhause. Beide brannten bei dem Feuer fast ganz nieder.
Anmerkung 3 Marktgemeinde, Andreas Bohnec, 19.3.2026:
Das Original in Kurrent befindet sich im Besitz der Marktgemeinde Sieghartskirchen und wurde 1992 durch Ing. Herbert Gutscher sen. als Buch veröffentlicht. Die heutigen Straßenbezeichnungen in der Häuserchronik sind ein Zusatz aus dem Jahr 1992, da es die Straßennamen im Jahr 1913 noch nicht gab.
Laut Otto Salzborn (Alte Häuser – ihre Schicksale, Seite 6) war die Einführung der Straßenbezeichnungen im Jahr 1936.
2) Mihm Online
Diözesanarchiv St. Pölten https://www.dasp.at/
Suchwort: Mihm
Angabe bei Rabl: APfS Mihm: Topographie III, 90f
Online – Seite 90f, § 42:
https://www.dasp.findbuch.net/php/view.php?link=30332e50664133343034x133x5#&posX=-0.02295552367288379&posY=-0.4340028694404591&zoom=0.27499999999999997&path=https://images.icar-us.eu/matricula/DASP///kirche.lokal/Proj/LZArchiv/DZArchiv/DASP-digital/III_PfA/PfA3404/10-05/III_PfA3404_10-05_1836_1836_3404_01-_0119.jpg
Übersetzungsversuch:
(Die Schrift ist nicht leicht zu lesen. Soweit in den obigen Quellen z.B. bei Loidold wörtlich wiedergegeben, wurde dieser Text übernommen und mit dem Original abgeglichen).
§ 42.
Das Armeninstitut. *)
Der verstorbene k.k. Postmeister, Anton Terpinitz, hat in
seinem unterm 7. Aug. 1783 errichteten und unterm 22. Aug.
1793 kundgemachten Testamente und dem unterm 4. Aug 1786 hiezuge=
machten Nachtrag 100 Fl. zu dem Armeninstitute zu Sieghartskirchen
dergestalt verschaffet, daß besagtes Kapital in einem öffentlichen Fonde
angelegt und das hievon abfallende Interesse unter die Armen ver=
teilt werden sollte. Die Universalerbin Johanne Leeb, geborene
Terpinitz, gab nun eine Nied. Oest. Ständ. auf den Namen Anton
Terpinitz geschriebene 4 % Obligation No 4327 dto 9 Aug. 1785 per
100 Fl. her, welche die Herrschaft Rappoltenkirchen als Abhandlungsdistanz
in Verwahrung nahm. Da aber bei der Pfarre kein Armeninstitut
bestand, so nahm man das Kapital in die Kirchenrechnung auf, ohne der
Kirche das Interesse zukommen zu lassen. Das Interesse wurde jährlich
Folgender Absatz fehlt bei Loidold:
*.) Unter dem Dienstverhältnissen, welche die Regg (?) dem Pfarramte aufgegeben
hat, ist wohl hier dem ursprünglichen Geiste desselben, schon aus dem ????
lichen ??????? her, angemessener, als die Theilnahme der ?????????????? [Fortsetzung wahrscheinlich auf den Seiten 91 und 92 ganz unten.]
Seite 91 im Original (Mihm):
unter die Armen vertheilt. So stand und blieb die Sache bis zum
J. 1828, wo man mit Bewilligung der hohen Landesstelle das Kapital
[Ab hier stimmt Loidold mit dem Original bei Mihm zum Großteil nicht mehr überein.]
mit der Rechnung und die Obligation und der ?????????????
und diese nach gehöriger Umschreibung auf den Namen des Armeninsti=
tuts, in die Cahse des in diesem Jahre neu auflebenden Institutes
legte. Die Umschreibung lautet: „Nid. Oest. ???????? = Obliga=
tion No 6341 vom 1 May 1828 zu 2 % per 100 fl.“
[Dieser Absatz zur Bruderschaft kommt in ähnlicher Form bei Loidold vor.]
Die allgemeine Bruderschaft der thätigen Liebe des Nächsten, hat=
te leider ! nur ein einziges glückliches Jahr, nämlich 1. Dez 1783
bis Ende Nov. 1784. In diesem Jahre kamen nach vorliegender Rech=
nung zu Sieghartskirchen, Wagendorf, Henzing, Elsbach und Gerersdorf
265 Fl. 11 2/4 kr. ein. Bald aber erkaltete die Gütige Liebe des Nächsten.
Das Wenige, was bei dem gewöhnlichen Opfer-, Straf- und Vermächtnis=
geldern in der Folge einging, wurde, ohne Rechnung zu legen,
unter die Armen vertheilt. [Hier endet die große Übereinstimmung bei Loidold.]
Im genannten Jahre 9. Aug wurde das Armeninstitut in Oest. einge=
führt, und alle geistl. Bruderschaften in den k.k. Erbstaaten abgeschafft.
In der Pfarre Sieghartskirchen und vielen anderen Pfarren blieb
es jedoch beim Alten, d.h. man führte das Armeninstitut nicht ein.
In der Rechtfertigung des H. Pfarrers Honas, welcher im J. 1803
auf die Klage drejer Kirchenväter, von denen später die Rede seyn
wird, dem k.k. Kreisamte vorzulegen hatte, heißt es im Beziehung
auf das Armeninstitut: „Die Vorschrift ist, daß nur über Ar=
meninstitute, die ???????????????????????????????????????, Rechnung gelegt wer=
den solle. In diesem Falle ist man leider ! in Sieghartskirchen nicht.
Wie sehr ich mich Anfangs um das Armeninstitut bekümmert habe, so wenig
konnt ich damit fortkommen. Keine Gemeinde giebt hiezu einen Heller.
Wo nichts ist, ist die Rechnung bald gemacht.“
Im ersten Jahre dieser Auflebung des Armeninstitutes war ich nicht so=
glücklich, von den Gemeinden die gewöhnliche Wochensammlungen eingeführt
zu sehen, bin es mit Ende des J. 1836 noch nicht. Daher mein Entschluß,
[Anmerkung: Hier spricht Johann Adam Mihm von sich selber. Pfarrer in Sieghartskirchen 1828-1849. Festschrift Sieghartskirchen, Rabl 1978, Seite 65.]
stets das Geld bei den jährlichen 3 Opfergängen, zu Ostern, zu Mariä = Nah=
men und Christi = Geburtsfest, dann die Straf= und ??????gelder,
die wenigen Geschenke und Vermächtnisse fest zusammen zu halten, um damit
öffentliche ???? = Obligationen mir kaufen zu können.
Wirklich weißt die Rechnung vom J. 1836 auf:
An barem Geld „ „ 9 fl. 5 x C.fl. 112 fl. 30% W.W.
„ Kapital „ „ 300 „ 100 „
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Zusammen 309fl. 5 x C:fl. 212 fl. 30% W.W.
Und betheilt werden 4 Personen mit täglich 1 ? W.W.
Auch ist schon eine eigene Armeninstitutskasse, mit der gesetzlichen
dreifachen Sperre vorhanden.
Hätte man dieses Verfahren seit dem J. 1789 stets beobachtet,
so würde sich bei so schwachen Mitteln die Pfarre Sieghartskirchen eines glänz=
zenden Armeninstitutes gegenwärtig zu erfreuen haben.
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Seite 91, ganz unten (vielleicht Fortsetzung von Seite 90, ganz unten):
Zwar ist sie an sich betrachtet ???????????????????????????, allein, die Regg (?) wollte
auch heuer in die Mitwirkung des Pfarramtes ??????, im einem ?????????
sich ?? zu ??eichen. - Mann sieht, daß der hiesige Postmeister, Terpi=
nitz, dem Willen Sr k.k. Majestät Josef II. augenblicklich Folge leisteten,
Seite 92, ganz unten:
da der ????? erst in diesem J. 1783 das Armeninstitut in Wien errich=
tete, u. allentfalls ?? angeordnet wissen wollte. Es ist der Mühe werth, die=
ses Wiener = Armeninstitut kennen zu lernen. N. 72.
Anmerkung zu „N.72“: Falls der § 72 gemeint ist, dieser handelt von der Justizverwaltung (Seite 173).
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Quelle: Tagebuch Sieghartskirchen, Gustav Loidold, 1934
Seite 156:
An den Sitzungen zur Winterhilfe 1931/1932, wahrscheinlich im November 1931, wird für bedürftige schulpflichtige Kinder ein Mittagstisch zugesichert.
Solche Mittagstische haben übernommen: […] Armenrats Obmann […]
Da kein Name genannt wird, ist unklar ob damit „Herr Obmann des Ortsfürsorgerat Karl Lechner“ gemeint ist.
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Quelle: Markt Sieghartskirchen, Alte Häuser – ihre Schicksale, Otto Salzborn, 1996
Konskriptions-Nummer 43
Wiener Straße 39
1833: Armenhaus der Gemeinde Sieghartskirchen: das alte Haus ist wie viele der Häuser dem Brand von 1833 zum Opfer gefallen. Der Neubau auf der Straße gegen Elsbach besitzt drei Räume für arme Mitbürger, ein Krankenrevier mit Nebenräumen sowie den Gemeindekotter (Arrest).
Bei Salzborn ist als letzter Eigentümer im Jahr 1971 Herr Winfried Mayer angegeben. Nach seinen Erzählungen hat er erlebt, wie das Armenhaus abgerissen wurde.
Konskriptions-Nummer 68
Linzer Straße 13 (früher 11)
1830: Fetz Mathias, Wundarzt, Hausbesitzer.
1833: Durch Feuer vernichtet, ebenso das daneben stehende Armenhaus.
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Quelle: Ollern Orts- und Häuserchronik, Josef Koller, 1983
Seite 55ff:
Das Armen- und Findelinstitut der Pfarre Ollern
Wie die Kirche im allgemeinen, hat auch die Christengemeinde in Ollern durch Aufstellung von Opferstöcken, Sammlungen und Nachbarhilfe für die Armen gesorgt. Als Ollern Pfarre wurde, wurde offiziell ein Armen- und Findelinstitut gegründet und ein offiziell überprüftes Kassenjournal dabei geführt. Arme und Kranke verblieben meist im Familienverband und wurden dort recht und schlecht versorgt. Alleinstehende Arbeitsunfähige wurden als „Einleger“ turnusweise einzelnen Familien zugewiesen.
[uneheliche Kinder, Pflegeeltern] Wiederrum war der Pfarrer damit beauftragt (später hat das der Armenrat übernommen) dafür zu sorgen, daß diese Kinder ab sechs Jahren regelmäßig zur Schule geschickt wurde; […]
Einnahmen des Armenistitutes: ein eigener Kirchenopferstock, Kirchensammlungen an den großen Festtagen des Jahres, Lizenzgelder für Tanzunterhaltungen, Einnahmen kirchlicher Feste, später auch Strafgelder, Legate und Schenkungen. 1826 hatte die Armenkasse doch soviel Geld, daß man für Reservezwecke Staatspapiere ankaufen konnte.
1848 wurde in den Gemeinden je ein Armenausschuß gebildet; Leiter derselben blieb, bis 1871 das die Gemeinde übernahm, der Pfarrer. 1895/96 wurde Geld und Arbeit den Bezirks-Fürsorgeämtern überlassen.
Im Pfarramte Ollern sind noch Protokolle und Abrechnungen aufbewahrt. [Aufnahmeschein Findelkind] Der Ortspfarrer war ja auch im Armenrat der Gemeinde vertreten und führte zumeist die schriftliche Arbeiten.
Seite 137:
Hakenstraße 8
Alte Hausnummer:
Ollern Nr. 55 bis Mai 1956 (= Neunummerierung des Ortes Ollern, nach Seite 211)
Hausname: derzeit keiner
früher: Armenhaus
Besitzer:
1831 g Gemeinde Ollern
1909-03-26 g Bezirksarmenrat Tulln
1957-10-03 K […]
g = genannt (wenn kein Datum angegeben)
K = Kauf
Seite 204 – Weinzierl:
Dorfstraße 2
Alte Hausnummer
Weinzierl Nr. 4 bis 1968
Besitzer:
1879-03-18 Gemeinde Weinzierl
1909-03-26 Bezirksarmenrat Tulln
1911-12-13 Kauf […]
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Quelle: Abstetten 1987, Roland Dobersberger
Das Heimatbuch ist in kleine Kapitel unterteilt, die sich immer wiederholen (Schule, Pfarre, …). Wie unten zu sehen kommt der in Frage kommende Zeitraum immer wieder.
Seite 135:
Verschiedene Namen von Priestern in Abstetten und Tulln: Kaspar Buck, Franz Josef Mösle, Anton Gruber, Franz Kiener. Es ist unklar, auf welchen Priester sich der folgende Satz bezieht:
„Seine reiche Verlassenschaft kam 1827 der Tullner Kirche und dem dortigen Armeninstitut zugute.“
Laut Seite 226 dürfte sich die Verlassenschaft auf Franz Kiener, Pfarrer von Tulln 1807-1827, beziehen und somit keinen Bezug zu Abstetten haben.
Seite 158:
Die wirtschaftlichen Umwälzungen lasteten stark auf der Landbevölkerung. Deutliches Zeichen der Not war die war die Zunahme des Landstreicherunwesens. Zahlreiche Handwerksburschen konnten keinen Arbeitsplatz mehr finden. 1884 wurde das Armenwesen durch ein Landesgesetz geregelt, die den Gemeinden manche Lasten abnahm. Die harten Bestimmungen des Heimatgesetzes verschärften die Armenfrage. 1895 kam es zu einer Verbesserung durch die Einrichtung von Bezirksfürsorgeämtern.
Seite 171:
Trotz der Steigerung der landwirtschaftlichen Erträgnisse ließen die steigenden Preise die Not immer größer werden. Besonders die Kleingewerbetreibenden und die staatlichen Angestellten waren davon betroffen.
Deutlich zeigen die dies Protokolle der Abstettner Armenkommission aus den Jahren 1900 bis 1914. Das Bezirksamt Atzenbrugg mußte aus Mangel an Geldmitteln immer wieder zu strengen Überprüfungen mahnen. In jeder Katastralgemeinde gab es bestellte Armenpfleger, in Gollarn, Loibersdorf und Ranzelsdorf befanden sich Armenhäuser. Dort fanden die Ärmsten der Armen Aufnahme. Unterstützte Kranke wurden durch unterstützte Arme betreut. Nach Anton Lindenbauer hatte der Pfarrer Franz Klingenbrunner die Obmannstelle der Armenkommission übernommen. 1913 übertrug er dieses Amt Karl Brandsteidl aus Gollarn.
Anmerkung 4 Marktgemeinde, Andreas Bohnec, 19.3.2026:
Loibersdorf = heute Plankenberg.
Die Altgemeinde Abstetten gehörte damals zum Bezirk Atzenbrugg, nicht zu Tulln.
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Die Besitzer der Bauparzellen im Franziszeischen Kataster (Parzellen-Protokoll bei uns 1822) wurden erfasst und in der Epoche 19. Jahrhundert in der prov. Nummer 594 bis 606 veröffentlicht.
Ollern ist in der prov. Nummer 603 und Sieghartskirchen in der prov. Nummer 606 veröffentlicht.
Parzellen-Nummer: 39
Name: Gemeinde Ollern
Beruf: Armenhaus
Hausnummer: 35
[Lage im franziseischen Kataster]
Beim Armenhaus dürfte es sich um jenes Haus handeln, dass um 2010 an die Gemeinde kam. Nach dem Abriss errichtete die FF Ollern das Nebengebäude neben dem FF-Haus.
[Anmerkung Marktgemeinde, Andreas Bohnec, 28.3.2026: Derzeit arbeite ich am ersten Nachtrag. Ein Abgleich von Fotos des abgerissenen Hauses mit der Häuserchronik hat ergeben, dass dieses abgerissene Haus NICHT das ehemalige Armenhaus ist! Es stand auf der nächstfolgenden Parzelle.]
In der Orts- und Häuserchronik von Ollern steht:
Hakenstraße 8
Alte Hausnummer:
Ollern Nr. 55 bis Mai 1956
In der Liste der Parzellen-Nummern und Hausnummern gibt es keine Hausnummer 55. Allerdings folgen nach der Hausnummer 35 die Hausnummern 54, 53, 52, 50, 51, 49, 48 usw. Die Hausnummer 35 kommt mit der Parzellennummer 63 (Holzer Johann) tatsächlich ein zweites Mal vor.
[Original-Eintragaus dem Parzellen-Protokoll]
Es kann also tatsächlich die Hausnummer 55 anstatt 35 sein. Die Parzellen-Nummer 39 bleibt.
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In „Die Besitzer der Bauparzellen…“ ist in Sieghartskirchen kein Armeninstitut angegeben.
Nach Loidold wurde es erst im Jahr 1828 errichtet und kann daher im Parzellen-Protokoll aus dem Jahr 1822 nicht aufscheinen.
Loidold: „Die Gemeinde Sieghartskirchen verfügt über ein ziemlich geräumiges Armenhaus mit der Nummer 43.“
„Da bei dem großen Brande 1833 das ehemalige hiesige Armenhaus, welches neben dem Kellerstöckl des Chirurgen Fetz Nr. 68 (heute Kaubeckhaus) stand gänzlich zugrunde ging, wurde ein neues erbaut und zwar an einem anderen Platze am östlichen Ende des Marktes.“
„Aus der Häuserchronik:
Gebäude Nr. 43 (Wiener Straße 39) Diese Nummer trägt gegenwärtig das Armenhaus.
Gebäude Nr. 68 (Linzer Straße 13) Zur Zeit des großen Brandes 1833 stand hier das sogenannte Inleutstöckl des Chirurgen Fetz nebst dem Armenhause. Beide brannten bei dem Feuer fast ganz nieder.“
Salzborn: „Konskriptions-Nummer 43
Wiener Straße 39“
Salzborn: „Konskriptions-Nummer 68
Linzer Straße 13 (früher 11)“
Da die Hausnummern (Loidold) mit der Konskriptions-Nummer (Salzborn) übereinstimmen – kann die Aufstellung in „Die Besitzer der Bauparzellen…“ uns den Standort verraten?
Nun, das Armeninstitut wurde 1828 gegründet. Wenn das Haus bereits bestand, könnte es mit einer anderen Verwendung im Parzellen-Protokoll vom 1822 bestanden haben.
Die Abschrift „Die Besitzer der Bauparzellen“ gibt aber keine Hausnummer 68 an. Es gibt die Hausnummern 60, 61, 62, 63, 64 67, und 70, 71, 72, 73.
Was wären die dazugehörigen Parzellen-Nummern?
50, 51, 52, 53, 56, [23 siehe in Feldgasse]
Untere Marktstraße bis
Wiener Straße
Die Nummer 54 fehlt, weil Mauthaus.
[Lage im franziseischen Kataster]
Was wären die dazugehörigen Parzellen-Nummern?
und 31, 30, 29, 21 oder 24 (2x 73, vielleicht einmal 75 richtig.)
Linzer Straße / Feldgasse
[Lage im franziseischen Kataster]
Was gehörte der Gemeinde?
Parzellen-Nummer 27 Gemeinde, Hausnummer 43
Parzellen-Nummer 28 Gemeinde
Parzellen-Nummer 35 Schule, Hausnummer 46
Parzellen-Nummer 41 Gemeinde, Hausnummer 50
Parzellen-Nummer 84 Gemeinde
Es gibt zwar die Hausnummer 43 schon im Jahr 1822 – diese befindet sich aber in der Linzer Straße. Das NEUE Armenhaus mit der Hausnummer 43 ist in der Wiener Straße.
[Lage Weisse Version des Franziszeischen Katasters. Parzellen-Nummer 27 – Hausnummer 43.]
Hat die Gemeinde das Gebäude auf Parzelle 27 nicht mehr errichtet und den Grund abgebeben? Wurde vielleicht daher die Hausnummer 43 an den neuen Standort in der Wiener Straße vergeben? Auch wenn das abgebrannte Gebäude in der Linzer Straße mit der Hausnummer 68 angegeben wird (bei Salzborn) – das Armenhaus stand daneben – vielleicht ohne Hausnummer? Die heutige Adresse Linzer Straße 13 wäre korrekt.
[Linzer Straße im NÖ Atlas heute]
[Vergleich Franziszeischer Kataster – NÖ Atlas heute: ]
Grob gesagt sind die damaligen Parzellennummern im Ort ident mit den heutigen,
allerdings heute mit einem Punkt vorangestellt.
Beispiel: Die Parzelle 31 (1821) ist heute die Parzelle .30.
Die Parzellen wurden vermessen und der franziszeische Kataster gezeichnet in unserer Gemeinde im Jahr 1821. Die Parzellenprotokolle wurden alle bis April 1822 abgeschlossen.
Die heutige Parzelle .26/1 war damals die grüne Parzelle Nummer 110.
Die .28 Parzelle gibt es heute nicht mehr – vereinigt mit .27.
[Lage Wie sah die Wiener Straße im Jahr 1821 und heute im NÖ Atlas aus?]
Wiener Straße 35 (1821 das letzte Haus) Wiener Straße 39 heute, 1833 Haus-Nr. 43.
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Internet-Recherche. Google Buch: Suchworte „Arme Rappoltenkirchen“
Online-Link:
https://www.google.at/books/edition/Kataster_der_in_Nieder%C3%B6sterreich_verwal/vjlMkBGpX8YC?hl=de&gbpv=1&dq=Arme+Rappoltenkirchen&pg=PA519&printsec=frontcover
Quelle: Kataster der in Niederösterreich verwalteten weltlichen Stiftungen
nach dem Stande des Jahres 1893.
Auf Grund der von der k. k. n.-ö. Statthalterei gelieferten Nachweisungen
bearbeitet von der
k. k. statistischen Central-Commission.
Wien 1898.
Jährlich ein Requiem und Betheilung der Hausarmen zu Rappoltenkirchen am St. Georgstag.
Laufende Nummer: 64
Seite: 519
Weitere Einträge:
Laufende Nr.: 64
Verwaltungsorgan, Name der Stiftung: Kuefstein Johann Ferdinand, Graf v. (V.O.: Der Pfarrer)
Gemeinde, in welcher das Verwaltungsorgan seinen Sitz hat: Rappoltenkirchen (P. B. Tulln)
Datum des Stiftsbriefes: 16. I. 1838
Activ-Vermögen Ende 1893: 118 in Gulden ö. W.
Reinerträgnis im Jahre 1893: 6in Gulden ö. W.
Seite: 518
5. Stiftungen für Schülerprämien
a) Gemeinden (bezw. Armenräthe).
Laufende Nr.: 7
Verwaltungsorgan, Name der Stiftung: Wieninger Johann Josef
Gemeinde, in welcher das Verwaltungsorgan seinen Sitz hat: Rappoltenkirchen (P. B. Tulln)
Datum des Stiftsbriefes: 29. VIII. 1799
Activ-Vermögen Ende 1893: 50 in Gulden ö. W.
Reinerträgnis im Jahre 1893: 2 in Gulden ö. W.
Seite: 696
und Stipendien für Volksschüler.
Laufende Nr.:
Verleiher und Präsentant: Der Pfarrer und der Lehrer. – Betheiligung der fleissigsten Schulkinder der Schule zu Rappoltenkirchen.
Seite: 697
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Online-Link:
https://www.google.at/books/edition/Nikolsburger_Wochenschrift_f%C3%83%C2%BCr_landwi/rF5FTbljlMwC?hl=de&gbpv=1&dq=Arme+Rappoltenkirchen&pg=RA3-PA10&printsec=frontcover
Quelle: Nikolsburger Wochenschrift für landwirthschaftliche, gemeinnützige Interessen und Unterhaltung.
Siebzehnter Jahrgang. Nro. 17.
Samstag den 22. April 1876.
Ab Seite 90 (im PDF). Baron Freiherr v. Sina verstorben. Sein Testament wird veröffentlicht. Ein Teil davon lautet:
Wohlthätige Vermächtnisse sind zwei errichtet und zwar hat der Erblasser den Armen Wiens die bare Summe von 30.000 fl. und dem Armeninstitute in Rappoltenkirchen bar 5000 fl. C.M. in seinem Testamente legirt. Sonst finden sich in den Kodizillen keine Wohlthätigkeits- Anstalten bedacht, und sind keine wohlthätigen Stiftungen errichtet.
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Armeninstitut Rappoltenkirchen erwähnt.
Ansonsten Sina Leben von Interesse, Grundbesitz, Wappenbeschreibung.
Online-Link:
https://www.google.at/books/edition/Biographisches_Lexicon_des_Kaiserthums/7gFWAAAAcAAJ?hl=de&gbpv=1&dq=Arme+Rappoltenkirchen&pg=PA357&printsec=frontcover
Quelle: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche seit 1750 in den österreichischen Kronländern geboren wurden oder darin gelebt und gewirkt haben.
Von Dr. Constant von Wurzbach.
34. Theil. Seidl – Sina.
Wien, 1877.
Ab Seite 351: Sina, Georg Simon (20.11.1782-18.5.1856); Stammtafel; Grundbesitz, Wappen,
Sina, Simon Georg (15.8.1810-15.4.1876).
Auszug, Seite 357 (im PDF Seite 378): Unter seinen letztwilligen Anordnungen befanden sich eine Summe von 30.000 Gulden für die Armen Wien's und eine zweite von 5000 Gulden für das Armen-Institut in Rappoltenkirchen, wo der Baron eine mit dem reichsten Luxus ausgestattete Herrschaft besaß, welche sein Lieblingsaufenthalt gewesen und wo er auch seine Familiengruft hatte erbauen lassen, in welcher seine Leiche beigesetzt wurde.
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Abstetten, Kogl, Riederberg (für Ried), Ollern keine Treffer Google Bücher, 19.3.2026.
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Quelle: Pfarrchronik Rappoltenkirchen 20.3.2026.
Seite 105:
Errichtung des Armen-Institutes in der Pfarre Rappoltenkirchen 1835
Am 24. August 1835 berichten die Herrschaft und der Pfarrer von Rappoltenkirchen daß ein Armen-Institut, „welches in der Pfarre Rappoltenkirchen bisher nicht bestanden“ errichtet worden ist, an das kk. Kreisamt St. Pölten.
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Pfarrchronik Sieghartskirchen, Waltenberger 1935-1967 Check 20.3.2026 – keine Erwähnung.
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Aus dem Inhaltsverzeichnis zu den Gemeinderats-Protokollen:
Tausch eines 3teiligen Fensters komplett gg. eine Eisentüre f.d. Arrest
23.06.1950 4
Gemeindearrest: Anschaffung von Strohsäcken
12.11.1956 6
Strohsäcke – Ankauf f.d. Gde.-Arrest
28.11.1960 7
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Veröffentlicht am 21.3.2026